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Wie wird eine Quartierstrasse zum belebten Raum für Anwohnerinnen und Anwohner?

Die Umgebung, in der wir leben, wohnen und arbeiten soll bewegungsfreundlich sein und die Gesundheit stärken. Dies ist eines der Ziele bei den «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2020-2024». Das Modellvorhaben «Begegnen, Bewegen, Beleben in Quartieren von Bern und Zürich» verfolgt dieses Ziel mitten in der Stadt.

Ein sonniger Tag, eine Bewegungszone mitten in einem Stadtquartier: Eine Gruppe Kinder spielt Fussball, einige Seniorinnen und Senioren sitzen an einem Tisch und spielen Karten. Etwas weiter bemalen kleinere Kinder die Strasse mit Kreide, eine Gruppe Eltern steht daneben und schwatzt. Es wird sogleich offensichtlich: Diese Begegnungszone sorgt für Lebensqualität. Mit Spiel, Bewegung und sozialen Kontakte, mitten im Quartier.

In vielen Quartieren werden Strassen kaum auf diese Weise genutzt – selbst wenn sie verkehrsberuhigt sind und Spiel- oder Bewegungsmöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe fehlen. Pilotprojekte in den Partnerstädten Bern und Zürich liefern nun Ideen, wie sich dies ändern kann. Das Ziel der Projekte: das brachliegende Potenzial von bestehenden Begegnungszonen besser nutzen, um das Quartierleben und die Bewegung im Alltag zu stärken.

Anwohnerinnen und Anwohner sind aktiver Teil des Projekts

Um die ausgewählten Quartierstrassen zu beleben, haben sich mehrere Organisationen wie Fussgängerverkehr Schweiz oder der Dachverband offene Kinder- und Jungendarbeit Schweiz (DOJ) mit Personen aus Stadtplanung, Architektur und Tiefbau zusammengeschlossen. Sie wollen gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern herausfinden: Was braucht es, damit sie die Bewegungszone aktiv nutzen? Pflanzen, Möbel, ein Sandkasten oder ein neuer, farbiger Strassenbelag? An speziell organisierten Anlässen haben Anwohnerinnen und Anwohner nun die Chance, ihre aktuelle Wahrnehmung zu äussern und sich mit den anderen auszutauschen. An diesen Anlässen lernen die Projektverantwortlichen die Erwartungen und Bedürfnisse der Zielgruppen kennen. Wird die Strasse nach zielgruppengerecht gestaltet, ist es auch wahrscheinlicher, dass die Bewegungszone später aktiv genutzt wird.

Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei die Kinder. Denn sie haben einen engeren Radius um das Haus, um sich selbständig zu bewegen, als Erwachsene. Entsprechend der Vision einer «bespielbaren Stadt» sollen Kinder im täglichen Leben auf Strassen und in anderen öffentlichen Räumen aktiv und sichtbar werden. Eine kinderfreundliche Stadtplanung und -gestaltung gibt den Kindern die Möglichkeit zum Spielen und zur selbstständigen Mobilität in ihrer Nachbarschaft und weiteren Stadtteilen.

Wie wird der Erfolg gemessen?

Die Auswirkung dieser gemeinsamen Umgestaltung mit den Anwohnerinnen und Anwohnern wird evaluiert. Bereits vor Projektstart wird gemessen, welche Altersgruppe sich wie lange in der Strasse aufhält und ob sie beispielsweise zu Fuss, per Velo oder mit dem Rollator unterwegs ist. Evaluiert wird auch, was die Personen dabei tun, zum Beispiel ob sie spielen, lesen, Musik hören, auf dem Weg zur Arbeit sind oder ob sie auf dem Weg mit anderen Menschen interagieren. Mittel für die Evaluation sind zudem ähnliche, ebenfalls verkehrsberuhigte Quartierstrassen in der Nähe, in welchen keine Aktionen mit den Anwohnerinnen und Anwohnern ergriffen werden. Ein Vergleich mit diesen Strassen erlaubt, die Entwicklung in den Projektstrassen besser beurteilen zu können.

Weitere Informationen zu diesem Modellvorhaben:
Begegnungszonen: Potenziale vor der Haustür besser nutzen in Bern und Zürich

Bewegen, Begegnen, Beleben in Quartiere von Bern und Zürich | Fussverkehr Schweiz

Artikel Wibkinger Zeitung

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Bundesamt für Raumentwicklung ARE

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Das ARE ist die Fachbehörde des Bundes für Fragen der räumlichen Entwicklung, der Mobilitätspolitik und der nachhaltigen Entwicklung. Es arbeitet mit Kantonen und Gemeinden zusammen.

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