TFA: Die kleinste Ewigkeitschemikalie
Trifluoressigsäure (TFA) gehört zur Gruppe der PFAS – und trotzdem kennen sie nur wenige. Als ultrakurzkettige Verbindung überfordert TFA alle gängigen Wasserfilter und gelangt über Regen und Schnee bis in die Arktis und die Antarktis – kein Winkel des Planeten bleibt verschont. Woher TFA stammt, wie stark sie Lebensmittel und Trinkwasser belastet, was das für unsere Gesundheit bedeutet und mit welchen Schritten Sie die persönliche Exposition reduzieren können, zeigt unser Artikel.
Kältemittel aus Klimaanlagen und Wärmepumpen sowie bestimmte Pestizide zählen zu den Hauptquellen von TFA. Einen gesetzlichen Grenzwert für TFA legte die Schweizer Gesetzgebung bislang nicht fest – obwohl das Bundesamt für Umwelt die Substanz flächendeckend im Grundwasser nachweist.
TFA kommt nicht nur im Grundwasser vor, sondern gelangt auch in Lebensmittel. In Getreideprodukten messen Labore Werte bis 420'000 ng/kg – konventionelle Produkte enthalten dreimal mehr TFA als Bioprodukte. Berechnungen zeigen: Allein durch den durchschnittlichen Getreidekonsum können Kinder den empfohlenen Tageswert überschreiten. TFA ist so mobil, dass er selbst im Nabelschnurblut Neugeborener auffindbar ist – ein Hinweis auf vorgeburtliche Belastungen.
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