Gesunde Süsse? Zwischen Mythos und Wirklichkeit

Die Werbung verspricht uns viele “gesunde” Alternativen zu Haushaltszucker, darunter Agavendicksaft, Kokosblütenzucker und Ahornsirup. Doch der Blick auf Zusammensetzung und Kalorien entlarvt den Mythos schnell. Was hinter dem positiven Image steckt und welche Süsse tatsächlich gesünder ist, erläutert unser Artikel.

Es besteht kaum ein Unterschied zwischen den als "natürlicher" und "gesünder" beworbenen Zuckeralternativen und Haushaltszucker: Kokosblütenzucker etwa enthält zu 90 % Saccharose – fast identisch mit Kristallzucker – und liegt mit 388 kcal pro 100 g sogar leicht über dessen 387 kcal. Auch Agavendicksaft (310 kcal) und Ahornsirup (260 kcal) ersparen uns kaum Kalorien.

Künstliche Süssstoffe und Zuckeraustauschstoffe liefern zwar sehr wenig Energie, lösen damit aber nicht automatisch die Frage nach einer gesundheitlich günstigen Süssungsvariante. Unabhängig von ihrer Herkunft – pflanzlich, natürlich vorkommend oder chemisch synthetisiert – stammen viele dieser Stoffe aus industriellen Herstellungsprozessen. Aus präventivmedizinischer Sicht raten wir von einem regelmässigen Konsum ab, da viele Studien auf gesundheitliche Risiken hinweisen.

Eine echte Alternative bieten frische Früchte: Im Gegensatz zu freiem Zucker (etwa in Haushalts- oder Kokoszucker) steckt ihr unkonzentrierter Zucker in einer komplexen Zellstruktur. Der Körper verwertet diese Fruchtmatrix anders als freien Zucker. Auch puncto Energiegehalt schneiden frische Früchte besser ab: Selbst der kalorienärmste Sirup liegt weit über dem Wert von frischen Früchten. Durch den Wasserentzug enthalten auch Trockenfrüchte mehr Kalorien und mehr Zucker als ihr frisches Pendant – kleine Portionen in ungeschwefelter Qualität können dennoch den Speiseplan bereichern.

Weitere Tipps zum Thema gesunde Süsse haben wir in unserem Artikel für Sie zusammengefasst:

Artikel: Gesunde Süsse?

Nichtübertragbare Krankheiten (NCD)

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