Der BMI-Monitoring zeigt, dass Übergewicht bei Kindern zurückgeht
Seit 20 Jahren verfolgt das BMI-Monitoring die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas bei Schülerinnen und Schülern in Basel, Bern und Zürich. Der Anteil der betroffenen Schülerinnen und Schüler ist rückläufig. Soziale Unterschiede bleiben jedoch bestehen und zeigen, wie wichtig eine langfristige Prävention ist.
Seit 2005 analysiert Gesundheitsförderung Schweiz die Gewichtsdaten der schulärztlichen Dienste der Städte Basel, Bern und Zürich. Das BMI-Monitoring macht sichtbar, wie sich Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen über die Zeit entwickeln.
Die Ergebnisse 2024/25 zeigen eine positive Tendenz. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Übergewicht oder Adipositas ist von rund 20% im Jahr 2005 auf 15,5% gesunken. Das ist der tiefste Wert seit Beginn der Erhebungen.
Diese Entwicklung zeigt, dass Gesundheitsförderung langfristig wirken kann. Sie bestätigt auch, wie wichtig frühes Handeln ist: in Schulen, Familien, Gemeinden und Kantonen.
Ein ermutigendes Ergebnis, aber keine Entwarnung
Trotz dieses Rückgangs bleibt Übergewicht verbreitet. Heute ist weiterhin etwa jede sechste Schülerin oder jeder sechste Schüler von Übergewicht betroffen. Etwa jede fünfundzwanzigste Schülerin oder jeder fünfundzwanzigste Schüler ist von Adipositas betroffen.
Diese Zahlen zeigen, dass Präventionsmassnahmen weitergeführt werden müssen. Kinder und Jugendliche brauchen Lebenswelten, die Bewegung, ausgewogene Ernährung und gesundheitsförderliche Gewohnheiten erleichtern. Diese Bedingungen müssen für alle zugänglich sein, unabhängig vom sozialen Umfeld.
Soziale Unterschiede bleiben deutlich
Das Monitoring zeigt, dass die soziale Herkunft weiterhin ein entscheidender Faktor ist. Kinder von Eltern ohne nachobligatorische Schulbildung sind deutlich häufiger von Übergewicht oder Adipositas betroffen als Kinder von Eltern mit höherem Bildungsabschluss.
Für Akteurinnen und Akteure der Prävention ist diese Erkenntnis zentral. Massnahmen müssen besonders jene Familien und Lebenswelten erreichen, in denen die Risiken höher sind. Dazu braucht es niederschwellige Ansätze, finanziell zugängliche Angebote und eine enge Zusammenarbeit zwischen Gesundheit, Schule, Sozialbereich und Gemeinden.
Daten helfen, Massnahmen gezielt auszurichten
Nach 20 Jahren ist das BMI-Monitoring ein wichtiges Instrument zur Förderung eines gesunden Körpergewichts. Es hilft, Entwicklungen zu verfolgen, Bedürfnisse zu erkennen und Präventionsmassnahmen anzupassen.
Die aktuellen Ergebnisse sind ermutigend. Sie zeigen aber auch, dass Veränderungen Zeit brauchen. Gesundheitsförderung und Prävention müssen deshalb langfristig, kohärent und chancengerecht umgesetzt werden.
Nichtübertragbare Krankheiten (NCD)
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