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Verhaltenssüchte

Surfen im Internet oder eine Shoppingtour durch die Stadt gehören für viele Menschen in der Schweiz zur Alltagsbeschäftigung. Wie der Konsum von Alkohol oder Drogen, kann sich jedoch auch ein Verhalten zu einer Sucht entwickeln. Häufig entstehen dadurch psychische, körperliche und finanzielle Probleme. Das Phänomen ist zwar nicht neu, doch gewinnen verhaltensbezogene Süchte und das Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung.
Verhaltenssüchte sind exzessive Verhaltensweisen, die von den Betroffenen nicht mehr kontrolliert werden können und mit negativen Konsequenzen verbunden sind. Dabei wird im Vergleich zur Drogensucht keine Substanz konsumiert. Zu den Verhaltenssüchten gehören die Geldspiel- oder die Videospielsucht. In der Gesellschaft gibt es noch weitere Verhaltenssüchte, wie etwa Sexsucht, Kauf- oder Social Media Sucht. Teilweise werden diese heute auch im Internet ausgelebt.
Verhaltenssüchte äussern sich in einem starken Verlangen, einer Beschäftigung nachzugehen. Betroffene können die Tätigkeit nicht unterbrechen oder beenden und führen sie trotz offenkundig schädlicher Wirkung weiter aus. Sie geben andere Interessen und Hobbys auf und vernachlässigen den Kontakt zu Freunden und Angehörigen. Oftmals liegen dem Verhalten tieferliegende Probleme oder eine andere, bereits existierende Sucht zugrunde. Die Sucht und deren Folgen verursachen einen starken Leidensdruck.
Im Bereich der Verhaltenssüchte besteht die Gefahr, dass jedes gesellschaftlich abweichende Verhalten als krankhaft bezeichnet wird. Es sollte jedoch nicht jede Beschäftigung, die Freude bereitet und oft ausgeführt wird, mit süchtigem Verhalten gleichgesetzt werden. Gerade die häufige Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen kann oftmals nicht als Sucht eingestuft werden. Dennoch sollten sie einen massvollen Umgang schon frühzeitig erlernen und einüben.
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