Wilkommen bei prevention.ch !

prevention.ch ist die umfassende Wissens- und Austauschplattform im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung. Sie vernetzt die Themen nichtübertragbare Krankheiten, Sucht und psychische Gesundheit.

Tabak und Nikotin

Tabak ist ein bedeutender Risikofaktor für nichtübertragbare Krankheiten (NCD) und gilt als wichtigste Einzelursache für den Verlust an Lebensqualität und Lebensjahren. Jedes Jahr sterben in der Schweiz 9500 Menschen vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums. Mit fast 2 Millionen Raucherinnen und Rauchern gehört der Tabak- und Nikotinkonsum zu den grössten Problemen der öffentlichen Gesundheit. Noch immer rauchen rund 27% der Bevölkerung. Dieser Anteil bleibt seit 2007 unverändert hoch.
Tabakkonsum verursacht eine Reihe von Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegerkrankungen oder Lungenkrebs. Dabei spielt die Anzahl Konsumjahre – selbst mit geringem Konsum – eine sehr wichtige Rolle; so die konsumierte Menge und das Alter beim Konsumbeginn. Die Hälfte aller täglich Rauchenden stirbt frühzeitig, davon die Hälfte vor dem 70. Altersjahr. Im Durchschnitt reduziert sich die Lebenserwartung täglich Rauchender gegenüber Nichtrauchenden um 14 Jahre.
Männer konsumiere häufiger Tabak- und Nikotinprodukte als Frauen. Unterschiede bestehen auch nach Bildungsniveau oder Migrationshintergrund: Gut gebildete Personen rauchen seltener als Personen mit tieferem Bildungsniveau, Menschen mit Migrationshintergrund häufiger als andere. Prozentual am meisten Menschen rauchen in der Altersgruppe der 20- 34-Jährigen. Präventionsmassnahmen erschweren den Einstieg und erleichtern den Ausstieg aus der Sucht. Das Ziel: Tabak-konsum gehört nicht zur Normalität.
Tabakkonsum schadet nicht nur den Rauchenden, sondern auch den Mitmenschen, selbst in geringen Mengen. Schon kurzzeitiges Passivrauchen reizt die Atemwege und erhöht die Anfälligkeit auf Infekte. Seit 2010 gilt schweizweit ein Rauchverbot in geschlossenen Räumen wie Büros, Gaststätten oder Schulen. Die Exposition durch Passivrauch ist dadurch stark gesunken, ebenso die tabakbedingten Erkrankungen.
Krankheiten, die durchs Rauchen ausgelöst werden, verursachen für die Allgemeinheit Kosten in Milliardenhöhe. Allein die medizinischen Behandlungskosten belaufen sich in der Schweiz auf 3 Milliarden Franken pro Jahr. Darunter fallen ärztliche Leistungen sowie Ausgaben für Arzneimittel und Spitalaufenthalte. Hinzu kommen Erwerbsausfallskosten von rund 2 Milliarden Franken pro Jahr, wenn Rauchende erkranken oder zeitweise arbeitsunfähig werden.
Bei E-Zigarette und erhitzten Tabakprodukten wird entweder Nikotin inhaliert oder der Tabak erhitzt. Der Konsum kann stark süchtig machen und der Dampf enthält oft krebserregende Substanzen. Zwar sind die Produkte vermutlich weniger schädlich als herkömmliche Tabakzigaretten, die genauen Gesundheitsrisiken lassen sich jedoch nicht vorhersagen, weil Langzeitstudien fehlen. Gerade jungen Menschen könnten sie als Einstieg in den Tabak- und Nikotinkonsum dienen.
Tabak

Lassen Sie sich inspirieren