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Sucht

Sucht ist eine Krankheit und kann jeden Menschen treffen. Sucht hat viele Gesichter: Neben dem problematischen Konsum psychoaktiver Substanzen wie Nikotin, Alkohol, illegalen Drogen oder Medikamenten fällt auch problematisches Verhalten wie die exzessive Internetnutzung oder das übermässige Geldspiel unter den Suchtbegriff. Die persönliche Veranlagung, das Umfeld sowie die berufliche und finanzielle Situation beeinflussen die Entstehung einer Suchterkrankung.
Einige Menschen gefährden mit dem Konsum psychoaktiver Substanzen sich selbst oder andere. In der Schweiz sind rund 250'000 Menschen alkoholabhängig. 19% der Bevölkerung rauchen täglich, knapp 1% der Bevölkerung konsumiert täglich Cannabis. Sucht verursacht jährlich Kosten von 7.9 Milliarden Franken für die Gesellschaft, wobei der Tabakkonsum mit 3.9 Milliarden Franken den grössten Anteil ausmacht.
Die meisten Menschen nutzen das Internet verhältnismässig und konsumieren Substanzen risikoarm, ohne sich und andere zu gefährden. Doch manchen gelingt es mit der Zeit nicht mehr, ihr Verhalten zu kontrollieren. Sie konsumieren zu viel und nehmen z.B. Gewalt und Unfälle in Kauf. Eine Abhängigkeit hat schwerwiegende soziale Folgen wie Arbeitslosigkeit, Verschuldung oder eine instabile Wohnsituation. Oft leiden auch zwischenmenschlichen Beziehungen darunter.
Suchtbedingte Todesfälle sind häufig. Jeder siebte Todesfall in der Schweiz hängt mit dem Rauchen zusammen. Rund 1600 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Alkoholmissbrauchs, rund 120 Personen aufgrund ihres Drogenkonsums. Studien haben gezeigt, dass rund ein Fünftel der Menschen, die sich pro Jahr das Leben nehmen, entweder Alkoholprobleme hatte oder geldspielabhängig war. Jede sechste psychiatrische Diagnose eines Hausarztes steht in Zusammenhang mit Alkohol.
Die Schweizer Suchtpolitik basiert auf den Säulen Prävention, Therapie, Schadensminderung und Regulierung. Für eine wirksame Suchthilfe spielen Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, der Bildung, Justiz, Polizei und Wirtschaft zusammen. Die Prävention setzt sich für Rahmenbedingungen und eine Gesetzgebung ein, die einen gesunden Lebensstil erleichtern und positiv auf die Gesundheit wirken. Gleichzeitig stärkt sie die Eigenverantwortung und Gesundheitskompetenz von Betroffenen.
Die Suchtprävention muss alle Menschen erreichen, unabhängig von Alter, Geschlecht und soziokulturellem Hintergrund. Sie stellt das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen ins Zentrum. Hausärzte und Hausärztinnen wie auch andere Bezugspersonen können die Prävention im Suchtbereich stärken. Sie sind in der Lage, einen problematischen Konsum frühzeitig zu erkennen und gefährdete Personen zu unterstützen. So kann eine Suchterkrankung vermieden werden, bevor sie entsteht.
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