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Muskuloskelettale Erkrankungen

Muskuloskelettale Erkrankungen (MSE) beinhalten rund 200 Krankheiten, die den Bewegungsapparat beeinträchtigen (Muskeln, Muskelhüllen, Sehnen, Sehnenscheiden, Schleimbeutel, Bänder und Knochen), die Schmerzen verursachen, bei denen Bewegungseinschränkungen auftreten und die möglicherweise innere Organe miterkranken lassen. MSE sind gruppiert in Rückenschmerzen, Arthrose, Arthritis, Weichteilrheuma und Osteoporose.
MSE sind in der Schweiz stark verbreitet und werden mit der Alterung der Gesellschaft weiter zunehmen. Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung. Mit 80 Jahren haben alle Menschen Veränderungen in den Gelenken, etwa 25% haben dadurch auch effektiv Beschwerden. Von entzündlichem Rheuma (z.B. Rheumatoide Arthritis) ist etwa 1% der Bevölkerung betroffen, auch junge Menschen. In der Schweiz leiden rund zwei Millionen Menschen an einer oft chronischen Erkrankung des Bewegungsapparates.
Muskuloskelettale Erkrankungen (MSE) wirken sich weitreichend auf das Individuum und die Gesellschaft aus. Diese Krankheiten führen häufig zu chronischen Schmerzen, schränken den Bewegungsapparat ein und verringern die Lebensqualität von Betroffenen. Das beeinflusst ihr Erwerbsleben und ihre Freizeitgestaltung und wirkt sich auf die soziale Teilhabe aus. Zudem verursachen diese Krankheiten hohe wirtschaftliche Kosten. MSE machen 13.4% der gesamten Gesundheitskosten in der Schweiz aus.
Beeinflussbare Risikofaktoren für MSE sind Bewegungsmangel, Rauchen, eine unausgewogene Ernährung oder körperliche Überbelastung. Drei wesentliche Faktoren für das Erkrankungsrisiko lassen sich nicht beeinflussen: Alter, Geschlecht und genetische Faktoren. Häufig sind die Ursachen einer Erkrankung nicht ausreichend belegt. Bewusste Bewegung, eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung, Nichtrauchen sowie gezieltes Training können vor Erkrankungen schützen oder den Umgang damit erleichtern.
Die meisten muskuloskelettalen Erkrankungen sind chronisch und nicht vollständig heilbar. Die Behandlungsmöglichkeiten sind jedoch vielfältig und sehr effektiv. Ein gut abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener therapeutischer Ansätze, wie Bewegung, Ernährung, Medikamente sowie Physio- oder Ergotherapie, ist zentral für eine erfolgreiche Behandlung. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt, können die Schmerzen gelindert und die Entzündungen, wenn vorhanden, gehemmt werden.
Muskuloskelettale Erkrankungen

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