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Herz-Kreislauferkrankungen

Der Begriff Herz-Kreislauf-Erkrankung umfasst alle Erkrankungen, die das Herz und den Blutkreislauf betreffen. Darunter fallen zum Beispiel Bluthochdruck, ein Herzinfarkt oder ein Hirnschlag, auch Schlaganfall genannt. Herz-Kreislauf-Krankheiten sind die häufigste Todesursache in der Schweiz und für über 20'000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Das entspricht rund einem Drittel aller landesweiten Todesfälle, was sich mit weltweiten Werten deckt.
Die häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind der Herzinfarkt und der Hirnschlag. Beide sind lebensbedrohlich. Beim Herzinfarkt tritt ein plötzlicher und vollständiger Verschluss eines Herzkranzgefässes auf. Dadurch werden Teile der Herzmuskulatur nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und sterben ab. Beim Hirnschlag ist die Blutzufuhr in einem Bereich des Gehirns unterbrochen. Die Nervenzellen in diesem Bereich erhalten zu wenig oder gar keinen Sauerstoff und keine Nährstoffe.
Zwischen 2002 und 2017 gibt es fast 20% mehr Hospitalisierungen wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Todesfälle hingegen sind im gleichen Zeitraum um 13% gesunken. Daran sind die verbesserte Notfallmedizin und Diagnostik massgeblich beteiligt, denn die Erkrankungen lassen sich bei rechtzeitiger Diagnose meist gut behandeln. Auch Präventionsmassnahmen, wie ein verbesserter Passivrauchschutz, die Reduktion von risikoreichem Salzkonsum oder mehr körperliche Aktivität, haben dazu beigetragen.
Die Menschen leben heute im Durchschnitt deutlich länger als früher, sie arbeiten öfter sitzend und bewegen sich weniger. Diese Faktoren begünstigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Rauchen, Übergewicht, Diabetes, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Bewegungsmangel sowie eine ungesunde Ernährung und Stress sind die beeinflussbaren Risikofaktoren. Ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Krankheit erheblich.
Bei einer rechtzeitigen Diagnose lassen sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen meist gut behandeln. Die Auswahl der richtigen Therapie und Behandlung ist von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt von der Schwere und vom Typ der jeweiligen Erkrankung ab. Einige Erkrankungen können mit körperlicher Aktivität oder Medikamenten behandelt werden, andere invasiv, zum Beispiel durch die Implantation eines Herzschrittmachers oder den Ersatz einer Herzklappe. Oft braucht es eine Kombination der Ansätze.
Die körperliche Aktivität ist ein zentrales Element der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Erkrankte profitieren von herzspezifischer Bewegung sowie von dosiertem Kraft- und Ausdauertraining – die Belastung muss allerdings kontrolliert gesteigert werden. Bewegungs-Interventionen senken langfristig den Blutdruck, machen das Herz leistungsfähiger, führen zu einer verbesserten Körperfett-Zusammensetzung und senken die Schlaganfall-Mortalität um 14%.
Herz-Kreislauf-Erkrankung

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