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Gesundheitskompetenz

Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, im Alltag Entscheidungen umzusetzen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Eine gesundheitskompetente Person ist motiviert, sich gesund zu verhalten und mit Krankheit oder gesundheitlicher Einschränkung selbstbestimmt umzugehen. Sie ist in der Lage, Gesundheitsinformationen zu finden und zu verstehen, und kann beurteilen, wann und wie sie Leistungen des Gesundheitswesens nutzen soll. Dies muss durch geeignete Rahmenbedingungen gefördert werden.
In der Schweiz hat jede zehnte Person eine ausgezeichnete Gesundheitskompetenz, bei einem Drittel der Bevölkerung ist sie ausreichend. Mehr als die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner haben jedoch eine problematische Gesundheitskompetenz. Sie haben zum Beispiel Mühe, sich im Gesundheitswesen zurechtzufinden, mit dem Arzt zu sprechen oder Krankheitssymptome einzuordnen. Ihr Wissen und Verhalten hinsichtlich Gesundheitsförderung, Prävention und Bewältigung von Krankheiten ist nicht optimal.
Gut gebildete und finanziell bessergestellte Personen haben in der Regel eine höhere Gesundheitskompetenz und können mehr Selbstverantwortung übernehmen. Eine geringere Gesundheitskompetenz haben vor allem Personen, die wegen materiellen, strukturellen, psychosozialen oder verhaltensbedingten Faktoren benachteiligt sind. Sozioökonomische Faktoren wie Bildung, berufliche Stellung oder Einkommen, stehen dabei in Wechselwirkung mit Faktoren wie Geschlecht, Alter oder Migrationshintergrund.
Gesundheitskompetenz entsteht durch Erziehung, Bildung, Wissensvermittlung und geeignete Rahmenbedingungen. Fachpersonen im Gesundheits- und Sozialwesen sind wichtig für die Stärkung der Gesundheitskompetenz von benachteiligten Personen. Auch Peer-Education fördert die Gesundheit nachhaltig und verbessert die Lebensqualität. Dank besserer Gesundheitskompetenz werden auch übermässige oder unzureichende Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen sowie Fehlversorgung und unnötige Kosten vermieden.
Es gibt viele Wege, die Gesundheitskompetenz zu fördern. Auf individueller Ebene geht es z.B. darum zu lernen, sich bewusster und effizienter im Gesundheitssystem zu bewegen und Krankheiten besser vorzubeugen. Fachpersonen und Organisationen müssen ihrerseits niederschwellige Angebote für soziokulturell benachteiligte Zielgruppen zur Verfügung stellen, den Zugang dazu gewährleisten und die Kommunikation erleichtern. Zudem sollen alle Politikbereiche gesunde Lebensbedingungen fördern.
Competences sante

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