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Atemwegserkrankungen

Atemwegserkrankungen umfassen alle Krankheiten, welche die Funktion des Atmungssystems und insbesondere die Organe der Atemwege betreffen. Es gibt akute Atemwegserkrankungen wie Infektionen der Atemwege, die meistens durch Viren und seltener durch Bakterien ausgelöst werden. Dem gegenüber stehen die chronischen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Asthma oder die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Diese sind dauerhaft und müssen ärztlich diagnostiziert und therapiert werden.
Jedes 10. Kind und jeder 14. Erwachsene ist von Asthma betroffen. Häufig wird die Erkrankung durch eine Allergie (Hausmilben, Tierhaare oder Pollen) oder durch Zigarettenrauch und Luftverschmutzung ausgelöst. Bei Betroffenen sind die Atemwege entzündet und überempfindlich. 400'000 Menschen in der Schweiz leiden an COPD. Diese chronische Verengung der Atemwege wird häufig durch Rauchen ausgelöst und schränkt das Atmen ein. Vom Sauerstoffmangel ist der ganze Körper betroffen.
Menschen mit Asthma leiden typischerweise unter Phasen von Atemnot, Husten und einem Engegefühl in der Brust. Diese Symptome werden häufig durch äussere Auslöser wie Allergene, Infektionen der Atemwege oder körperliche Anstrengung verursacht, jedoch nicht immer. Auswurf, Husten und Atemnot sind auch erste Anzeichen einer COPD. Da sich die Krankheit schleichend entwickelt, werden die Symptome häufig verharmlost und die COPD bleibt oft lange unbemerkt.
Ein wichtiger Risikofaktor für Asthma ist die genetische Veranlagung. Ist ein Elternteil davon betroffen, steigt das Asthma-Risiko bei Neugeborenen um das Dreifache. Auch das Rauchen erhöht das Risiko, für COPD ist dies gar der hauptsächliche Risikofaktor. 90% der COPD-Betroffenen sind Rauchende oder ehemalige Rauchende. Auch das langfristige Einatmen von Dieselabgasen, Kaminrauch und organischen Feinstäuben begünstigt das Auftreten von COPD, weshalb auch Bauern häufiger davon betroffen sind.
Asthma und COPD sind primär chronische Krankheiten. Asthma lässt sich aber meist gut behandeln. Zudem besteht die Möglichkeit, dass auch Phasen spontaner Besserung eintreten. Wie schnell eine COPD fortschreitet, hängt stark davon ab, wie früh die Diagnose gestellt wird, wann die Behandlung beginnt und wie rasch der Rauchstopp gelingt. Mit regelmässigem Training kann die Leistungsfähigkeit gesteigert, die Atemnot reduziert und somit die Lebensqualität verbessert werden.
Atemserkrankung

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